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Review: TV Komm Kongress 2012

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Am 28. Februar fand zum fünften mal der Fachkongress TV Komm in Karlsruhe statt. Unter dem Motto „Smart Interaction“ wurden Themen rund um die audiovisuelle Kommunikation abgehandelt. Im Mittelpunkt steht die Frage welche Auswirkungen die Medienkonvergenz auf die Nutzung der Medien haben wird. Dabei gaben Fachreferenten sehr gute Einblicke in ihr jeweiliges Gebiet. Folgend ausgewählte Beispiele.

 

Peter Trzka, Head of kabeleins.de und sixt.de, beschrieb die begleitenden Maßnahmen die die Sendergruppe inzwischen online zu den Formaten durchführt. Insgesamt haben die Sender der Gruppe 4 Mio. Fans von Programmformaten, an der Spitze z.B. das Pro7 Format „TV Total“ mit 950.000 Fans. Inzwischen würden rund 17 % der Zuschauer überhaupt erst durch Facebook Nachrichten auf Sendungen aufmerksam gemacht. Man gehe bei der Promotion in drei Phasen vor: Interesse wecken, z.B. durch Vorab Meldungen von Stars; Interaktion – um während der Sendung das Umschalten zu verhindern, hierbei kommt das dafür entwickelte sog. Connect System zum Einsatz; Catch up – nach der Sendung. Am Beispiel von „Voice of Germany“ erläuterte Herr Trzka das Conncect System das aus einer APP, einer eigenen Website mit Livestream und HBBTV bestehe. Die Nutzer können z.B. einen Auftritt bewerten und abstimmen. Das Ergebnis wird in der Moderation bekannt gegeben, fließt aber nicht in die offizielle Bewertung der Interpreten ein.

Das erfordere aber die Bereitstellung eines Online Headquarters für solche Live-Shows. Dies würde sich nur bei großen Sendungen rechnen. Durch die Verlängerung der Formate im Online Bereich ergebe sich aber auch für die Vermarktungsabteilung weiteres Potential, z.B. durch Pro-Rolls etc. Die Online Umsätze im Umfeld entsprechender Sendungen würden, ausgehend von einem niedrigen Nivea, sehr stark ansteigen, so Peter Trzka abschließend.

Martin Liss, nationaler Direktor von Radio Energy, erläuterte in seinem Vortrag die Social Media Aktivitäten. Er schickte voraus, dass eine Marke auf Social Media anders zu beurteilen sei als im klassischen Medienbereich oder im realen Leben. Allein die Möglichkeit sofort im Web zu Recherchieren führe dazu, dass althergebrachte Denkmuster in Bezug auf Markenbildung in Frage gestellt werden müssen.

Zwei Dinge seien bei Facebook wichtig, so Liss: Fans gewinnen, und Fans halten bzw. binden. Bei der Fangewinnung habe man gut Erfahrung mit den sog. Facebook-Ads gemacht. Bei der Fanbindung seine Inhalte wichtig die gut teilbar sein müssten. Teilbare Inhalte hätten die stärkste Werbewirkung, vor Bannern u.a. Wichtig sei eine eigene Facebook-App als Plattform für Gewinnspiele. Im Vergleich zu Facebook habe Twitter eine andere Ausrichtung und sei viel „nerdiger“, so Liss. Man dürfe generell nicht auch vergessen, dass Social-Media unabhängig von einem bestimmten Endgerät sei, d.h. in hohem Maße zugänglich.

Interessant auch der Vortrag von Alexander Mazzara, CEO und Founder von joiz, einem schweizer Jugendportal, vor allem auch im Hinblick auf Branded Entertainment. Laut Mazzara sei die Entwicklung von Branded Entertainment Formaten ein bedeutender Bereich im Geschäftsmodel von joiz.

BEO-Autor: Andreas Waldner

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