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Cross-Promotion: Modern Warfare 3 und PepsiCo

MF3_mountain_dewActivision hat sich eine besondere Werbekampagne mit Pepsi ausgedacht, die bei den Endverbrauchern nicht so gut ankommt, wie wahrscheinlich erhofft war. Der Grund dafür ist allerdings nicht nur, dass die so genannte „Rank Up XP“-Kampagne das Spielbalancing gefährdert, sondern auch Ernährungsspzialisten verärgert.

Die Kampagne funktioniert folgendermaßen: Man kauft sich eine Flasche Mountain Dew or eine Tüte Doritos-Chips und erhält dafür einen Code, der angewendet den Charakterentwicklungsprozess (das so genannte „aufleveln“) im Spiel beschleunigt. Das ist allerdings problematisch, da es sich hierbei um den Mehrspielermodus handelt, somit wird das Spielen unfair den Kunden gegenüber die nicht haufenweise Pepsi-Güter konsumieren, um einen schnelleren Spielfortschritt erleben zu können.

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Mountain Dew ist mit "Game Fuel"-Kampagnen in den USA bereits bekannt.

Selbst wenn man maximal 24 Stunden in den Genuss des XP-Bonusses kommen kann (das entspricht in etwa 50 Litern Mountain Dew!), werden stimmen laut, dass Activision gierig wird und sämtliche Möglichkeiten nutzt, um Geld aus den Spielern zu pressen (siehe Forbes Artikel). Bestätigt wird diese Aussage auch durch den Modern Warfare Elite-Account und teure Zusatzkarten, die weitere Kosten für engagierte Spieler verursachen.

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Product Placement wird nicht immer gerne gesehen.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Motivation zur ungesunden Ernährung, hierzu gibt es allerdings geteilte Meinungen. Ein unterhaltsamer, englischer Artikel mit unterstützenden Kommentaren findet sich auf gamerevolution.com, dieser lehnt sich vor allem gegen den Forbes Artikel auf und behauptet, dass der Spielfluss langfristig nicht durch die Pepsi Promotion beeinflusst wird und die Spieler schließlich nicht gezwungen werden in Unmengen Chips zu essen und Süßgetränke zu trinken – bestreitet hingegen aber nicht, dass Activision genau weiss, wie man an den zahlungsbereiten Spielern Geld verdient.

Mehr zum Thema: Product Placement ins sozialen Spielen

BEO Autor: Alexander Kornelsen