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Die digitalen Key-Player in Cannes

mipcom product placementEines ist allen digitalen Playern gemeinsam, so auch auf der internationalen MIPCOM in Cannes. Sie suchen guten Content. Seit einigen Jahren sind in Frankreich regelmäßig Firmen wie Netflix, Google/Youtube und Hulu vor Ort. Mittlerweile sind alle darin involviert, guten eigenen Content zu produzieren.

Die Youtube Content Initiative
Robert Kyncl, Vizepräsident von Google/Youtube, gab auf der MIPCOM bekannt, dass seine Initiative 60 neue Kanäle in Deutschland, Großbritannien und Frankreich lancieren wird. Der Content wird von bekannten TV-Produzenten wie FremantleMedia, BBC Worldwide, Endemol und All3Media kommen. Die europäische Programminitiative ist eine Fortsetzung der US-Aktivitäten.

Fremantle branded entertainment

Bild (BEO/SF): Die neue Fremantle CEO, Cecile Frot-Coutaz, blickt auf die TV-Erfolge von American Idol, Got Talent und X–Factor zurück, die nicht nur Shows sondern Marken sind und sieht ihre Aufgabe darin, neue Marken zu kreieren.

BEO sprach vor Ort auf dem Fremantle Press Breakfast dazu mit UFA CEO Wolf Bauer (Fremantle Deutschland, RTL Group). UFA produziert gerade die Programme für zwei neue Youtube Kanäle in Deutschland im Rahmen der Initiative. Zum einen wird der Crime Channel  „Trigger – True Crime.True Stories“ ins Leben gerufen. Ferner wird es einen Urban Life Channel „eNtR“ geben, der global relevante Trends aus Berlin aufzeigen und den Zeitgeist der Metropole einfangen wird. Das Stadtportrait-Konzept könnte langfristig auch für andere internationale Großstädte aktiviert werden. Aus BEO-Sicht handelt es sich hier um zwei neue Kanäle, die auch für Branded Entertainment Aktivitäten interessant sein könnten.

Auch Hulu in Aktion für guten Content
Jason Kilar, CEO von Hulu, gab bekannt, dass Hulu dieses Jahr 500 Mio Dollar in Content investiert hat. Er betonte, dass Hulu dabei intensiv mit traditionellen TV-Broadcastern zusammen arbeitet und bringt so den Hulu-Zusehern zum Beispiel die BBC-Serie „Misfits“ näher. Erstmals wird es auf Hulu auch Content von Nickelodeon zu sehen wird, was einem Deal mit der Viacom zu verdanken ist. Content sei noch wichtiger als Distribution, so das Statement von Kilar zur „Gretchenfrage“.

Der Audience Shift – Second Screen
Das Thema Second Screen ist entscheidend für viele TV-Shows. Doch Claire Tavernier von Fremantle Media UK meint dazu, die Nachwuchstalente müssen immer noch intensiv trainiert und gecoacht werden. Einer der frisch gebackenen Stars von X-Factor hatte tatsächlich einfach seine Nummer rausgegeben und naiv versprochen, wenn ihr für mich votet gebe ich Euch ein Date! – Die wissen einfach nicht, welche macht so eine Sendung hat und was sie bewirkt, so Tavernier. Inwzischen wüssten jedoch immerhin alle Beteiligten,wie wichtig das Thema Second Screen für den Erfolg einer TV-Show sei und die Produzenten wären mittlerweile weit davon entfernt zu sagen „Internet hätte es niemals geben sollen“. 

Second Screen product placement

Bild (BEO/SF) von links: Die britische Journalistin Kate Bulkley im lebhaften Gespräch mit den Gästen David Wertheimer FOX USA,  Claire Tavernier Fremantle Media UK und Tom Thai bluefin Labs USA, des Panels „The Audience Shift: Could you Show me the Way to the Future of TV?“ Oben laufen, ganz ”Second Screen” die aktuellen Tweets aus dem Publikum.

Mittlerweile heißen die Prodzenten das Thema Social Media willkommen. David Werheimer Präsident Digital FOX Broadcasting USA meint, es gehe nun vor allem darum, die Erfahrung für den Konsumenten so zu gestalten, das sie leichter weitergeleitet und mit anderen Usern geteilt werden kann. Sponosring und Branded Entertainment werden willkommen geheissen. Die Marken könnten bei Formaten wie American Idol und X-Factor in einen guten Dialog mit den Kunden treten und er selbst habe bereits mit Unilever zum Thema Branded Entetertainment in vielfältiger Art und Weise zusammengearbeitet. Wichtig sei es auch, die Communities der Stars, für neue Sendungen einzubeziehen. Hier im Videostatement für BEO:

Videostatement David Wertheimer

Und das darf nicht fehlen: eine APP - der UK Indies
Pact hat eine App für den iPad entwickelt, über die sich über 100 unabhängige Producer aus Großbritannien präsentieren. Denn man sollte sich nicht nur den TV-Zuschauern das Leben mit der neuen Technik erleichtern, sondern auch den Leuten, die die Geschäfte vor Ort auf der Messe machen. Die unabhängigen Produzenten aus Großbritannien würden jedes Jahr Geschäfte in Millionenhöhe abschliessen und sind so die Weltmarktführer im Export. „Die App“, so Dawn MacCarthy-Simpson, Pact’s Director of Market Development, „macht den Markt für alle Teilnehmer transparenter.“
Und das ist insgesamt der Sinn und Zweck eines guten internationalen Events.

BEO-Autorin: Sandra Freisinger-Heinl