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Star-Producer Harvey Weinstein: Die Film-, Internet- und TV-Trends 2013

harvey weinstein mipcom product placementFoto (MIPCOM): Harvey Weinstein. Der Appetit auf internationale Deals im Filmgeschehen nimmt zu, sowohl im konventionellen wie im digitalen Bereich. Die MIPCOM 2012 war eine der größten internationalen Veranstaltungen, die es je gab. 12.900 Teilnehmer aus dem Film-, Internet- und TV-Business waren vor Ort, davon 4.400 Einkäufer für Programme. vor Ort. Die Programme verkaufen sich international sehr gut, wie die Anzahl der Deals belegt. Doch was gab es Neues im TV? Das legendäre „Fresh TV Around the World“-Screening präsentiert von ...

Virginia Mouseler, CEO The Wit France, brachte allerdings nicht wirklich den Hype. Statt Frauen werden nun Hunde getauscht und in andere Familien „zur besseren Erziehung“ gegeben. Statt bekleideten Menschen werden nun 20 Nackte beim Projekt „Eden“ auf eine Robinson-Insel gesperrt, um das Paradies zu erleben. Und die weltbeste – Verzeihung - Britains‘ Best Bakery – wird künftig mit einem Gütesiegel ausgezeichnet werden. Dies zeigt der BEO-Redaktion, dass das, was an Genres nach Gerichtsshows (ok, das ist schon länger her), Realities und Casting-Shows (das ist aber immer noch aktuell) kommt, ist nach wie vor ungewiss.

Internationale Stars und Producer setzen auf TV

Die Produktionsfirmen bringen neuerdings immer mehr namhafte Produzenten und Stars mit zur MIPCOM, um ihre Programme gut zu positionieren. Produzent und Verleiher Harvey Weinstein war vor Ort, um seine Pläne zu erläutern, mit The Weinstein Company im TV zu expandieren u.a. mit der epischen Drama-Serie „Marco Polo“, mit der Reality-Show „Supermarket Superstars“ und mit der neuen Live Show „Worldwide Dance Awards“. Weinstein hält TV für ein spannendes Medium, für das immer weniger Filme geschaffen werden. Ein guter Zeitpunkt, seiner Meinung nach, um im TV stärker aktiv zu werden.

Auch wenn es auf der MIPCOM  um die Deals für Programme geht, wurden einige große Stars auf der Croisette in Cannes gesichtet: „Akte X“-Star Gillian Anderson, „NCIS“-Cop Michael Wetaherly, Producer Gale Anne Hurd und Star Sarah Wayne Callies von „The Walking Dead“ und aus Canada David Sutcliffe von „Private Practice“, die Programme vorstellten. Keri Russell und Matthew Rhys präsentierten auf einer äußerst gut besuchten Weltpremiere Highlight aus „The Americans“ von Fox, einer Spionageserie zu Zeiten des kalten Krieges.

Dass die Grenzen zwischen Film, TV und Internet immer stärker verschwimmen, zeigt die neue Serie „House of Cards“. Das Remake der klassischen britischen Serie von 1990 wird für die Video-on-Demand-Plattform Netflix gestaltet und international von Sony Pictures Television verbreitet. Darsteller werden Kevin Spacey (LA Confidential, American Beauty) und Robin Wright (Forest Gump) sein, Regisseur David Fincher (The Social Network).  Spacey war vor Ort und brachte das Statement, dass die interessantesten Storylines und Charaktere immer noch im TV zu finden seien.

Obwohl es sich Cannes alle gut gehen lassen können, vergisst man nicht, dass die Welt auch andere Orte kennt. „Why poverty“ ist eine Inititiave der Dänin Mette Hoffmann Meyer und von Nick Fraser, BBC,  in der sich 70 Broadcaster zusammenschließen um dem Armutsthema durch Dokumentationen auf der Website www.whypoverty.net  mehr Aufmerksamkeit zu bringen. 

Internationale Firmen arbeiten gerne mit deutschen zusammen

Gut, dass man auf den internationalen Markt auf bestehende und neue Partnerschaften trifft. Tapaas Chakravarti, CEO DQ Entertainment International aus Indien arbeitet derzeit an Cartoons zu den Stories des Collies Lassi und an Peter Pan. Er ist im Gespräch mit Penta TV und Caligari aus Deutschland, um hier stärker ins Geschäft zu kommen.  „Wir sind bereit dort zu investieren,“ sagt er zuversichtlich und dass er schon lange mit den Deutschen zusammenarbeiten möchte. Das Dschungelbuch, von DQ produziert wird bereits vom ZDF ausgestrahlt und es gibt einige Merchandising-Artikel, die die Sendung begleiten.

 

Die Japanerin Miki Mori, Senior Associate Dirctor von NHK Educational Cooperation in Tokyo, präsentierte auf der MIPJunior die TVShow „Discover Science“. SWR und WDR sind daran interessiert, dass Wissenschaftsprogramm für Kinder nach Deutschland zu bringen, erklärt sie stolz und evt. die iPad App auf http://www.planet-schule.de/ zu zeigen.

 

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Foto (BEO/SF): Miki Mori zeigt das simulierte Panel auf der iPad App zur japanischen TV-Show für Kinder „Discover Science“.

Woher kommen die meisten Teilnehmer und was ist für sie wichtig?
Signifikante Anstiege der Teilnehmerzahlen auf der MIPCOM waren für Lateinamerika zu verzeichnen, für die auch in Zusammenarbeit mit Telemundeo Internacional &TVN Chile ein Extra-Treffen, das Latam Global Dealmakers Networking Lunch organisiert wurde. Mehr Teilnehmer als im vergangenen Jahr kamen auch aus China und Südkorea. Stärker vertreten waren zudem Kanada, das diesjährigen Partnerland, aber auch die USA, die traditionell auf der Herbstmesse mit allen wichtigen Studios dabei sind und neuerdings auch DreamWorks mitbrachten.

 

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Foto: Um ihre gut aufgestellte Filmindustrie besser zu stärken, organisierten Malaysia und Singapore einen gemeinsamen Empfang.

Frauen auf dem Vormarsch: Eine Novität auf der MIPCOM war das Women’s Power Lunch, in Zusammenarbeit mit Nancy Dubuc Präseident Entertainment & Media von Lifetime Networks, das auf die internationale Frauen-Power in der Filmbranche setzte und über 100 Frauen in bedeutenden Positionen zusammenbrachte. 

MIPCOM Review: Part 2 Die digitalen Key-Player in Cannes folgt

BEO-Autorin: Sandra Freisinger-Heinl

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