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Verhaltenskodex zu Product Placement

Die in der Protokollerklärung zum Rundfunkstaatsvertrag im Jahr 2010 festgehaltene Forderung, mit Verbänden der werbetreibenden Wirtschaft und den Produzenten einen Verhaltenskodex zu vereinbaren ist finalisiert. Der Kodex zwischen den Rundfunkveranstaltern im Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), der Produzentenallianz sowie den entsprechen­den Branchen im Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) hat im Wesentlichen die Absicherung der redaktionellen Freiheit der Programmkreativen zum Ziel.
 
Erreicht wird dies Beispielsweise durch einen vorge­schriebenen Ablauf der Programmentwicklung: Erst das Drehbuch, dann erst ein mögliches Placement. Damit soll verhindert werden, dass Geschichten um Produkte herum entwickelt werden, wie man es aus den vereinigten Staaten bereits kennt. Detailliert ist dies in fünf Schritten festgehalten. 
 
Interessant ist auch der folgende Punkt: "Darüber hinaus ist gegenseitige Transparenz bezüglich Zahlungen Dritter für Produktplatzierungen  herzustellen, wenn  und soweit dies zwischen Produzent und Veranstalter einzelvertraglich vereinbart ist".  Bleibt abzuwarten, wieviele Einzelverträge es geben wird.