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Audis Platzierung in einem Erotikroman

Der Automobilhersteller Audi profitiert momentan von jeder Menge kostenloser Werbung. Mit prominenten Erwähnungen und als fester Bestandteil des Bestseller Buchtrilogie 50 Shades of Grey erhalten die Fahrzeuge A3, R8 Spyder aber auch der bullige Q7 Platzierungen in der erfolgreichen Buchreihe.

Zu verdanken hat die Volkswagen-Tochter dies der britischen Autorin Erika Leonard James und erfreut sich dadurch hoher Aufmerksamkeit bei Müttern über 30 Jahren, die die primäre Zielgruppe der 50 Shades Reihe darstellen. Inhaltlich handelt es sich um eine außergewöhnliches Liebespaar mit einer sexuellen Beziehung, in der die Protagonistin Anastasia Steele einen strengen Vertrag mit ihrem Liebhaber Christian Grey eingeht. Dieses Abkommen beinhaltet, dass sie ihrem Gefährten untertänig wird und sowohl beim Geschlechtsverkehr, als auch in anderen Lebensbereichen seinen Anweisungen zu folgen hat.

Das Buch hat sich bereits in seiner englischen Originalversion über 30 Millionen mal verkauft und bricht damit sämtliche Rekorde. Trotz der schwierigen Thematik (vor allem bezüglich des pornografischen Inhaltes wie der Verwendung von Sexspielzeug oder Sado-Maso-Praktiken) scheint Audi über die Integration erfreut zu sein. So behaupten die Marketingverantwortlichen des Automobilherstellers: "So etwas ist ein Zeichen dafür, dass die Marke kulturell relevant wird."

Das Product Placment hat selbstverständlich nicht nur für die Markenkommunikation einen Vorteil. Über die Verwendung einer Marke lässt sich hervorragend eine Charakterisierung durchführen. So behauptet die Autorin, dass sie selbst kein Audi-Fan sei, die Marke erledigt allerdings ihren Job und kommuniziert Luxus, guten Geschmack und Erfolg. Dies sind alles Eigenschaften, die dem Protagonisten zugesprochen werden sollen.

Selbstverständlich fährt 50 Shades of Grey jede Menge Kritik ein, daraus scheinen erfreulicherweise aber primär bloß steigende Verkaufszahlen zu resultieren. Eine Buchverfilmung ist selbstverständlich auch geplant. Es bleibt abzuwarten, ob Audi das Product Placement dort auch geschenkt bekommt oder ob das Filmstudio diese finanzielle Einkommensquelle zu Nutzen weiss.

Quelle:

wuv.de

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BEO-Autor: Alexander Kornelsen

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