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Bing - (k)eine Suchmaschine für Superhelden

Amazing Spider-Man Product Placement Fail

Das Product Placement von Microsofts Suchmaschine Bing sorgt gerade für viel Furore denn einige Kinobesucher finden die Platzierung in "The Amazing Spider-Man" unrealistisch. Nerds und Geeks dieser Welt halten es für unwahrscheinlich, dass ein Superheld nicht google verwendet. Vor allem wenn er Skateboard fahren kann und sich für die Wissenschaft interessiert.

Product Placement ist Werbung. Mit einer geschickten Produktplatzierung in einem Film oder beispielsweise einem Musikvideo kann eine Marke viel Aufmerksamkeit erregen. Die Emotionen die in einem Film ausgelöst werden übertragen sich unmittelbar auf das Produkt, sodass der Zuschauer mit dem Produkt Assoziationen in Verbindung bringt, die ihn unterbewusst positiv beeinflussen können.

Product Placement ist Kunst. Wenn eine Marke unpassend in eine Geschichte eingebaut wird, zerstört dies die Komposition. Wenn es den Konsumenten zum Beispiel verwirrt oder es ihm das Gefühl gibt, dass ihm etwas aufgezwungen wird, dann wird der Kunde seiner Unzufriedenheit Raum zur Kommunikation verschaffen. So geschieht es gerade dem Softwareriesen Microsoft, denn dieser hat sich für die Platzierung seiner Internet-Suchmaschine anscheinend den falschen Filmhelden ausgesucht.

Amazing Spiderman Product Placement

Beim neuen Action-Kinofilm "The Amazing Spider-Man", geht es um den jungen Peter Parker (gespielt von Andrew Garfield der unter anderem aus The Social Network bekannt ist) der durch ein Ereignis Superkräfte erlangt und diese verwendet, um gegen das Böse zu kämpfen. Eine gewöhnliche Handlung einer Comicverfilmung aus Hollywood mit einem ungewöhnlichen Helden, denn Peter ist ein schüchterner aber überaus neugieriger Wissenschaftler, der anstatt mit google lieber mit Bing recherchiert. Das sei vollkommen unrealistisch - das denkt zumindest weitestgehend die Internetgemeinde. Entsprechend nutzen Menschen auf der ganzen Welt soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter, um ihre Unzufriedenheit zur Sprache zu bringen. Das überraschende dabei ist, dass weitere im Film enthaltene Product Placements wie zum Beispiel Sony, Visa, Kellogg's oder Gameloft (der Held spielt eine Videspiel auf seinem Mobiltelefon) komplett unter den Tisch fallen.

Auch im Film Real Steel (wir berichteten vom negativen HP-Placement) konnte Bing nicht überzeugen und indem es versucht sich als Verb zu etablieren (siehe Video), macht es sich nur noch weniger Freunde. Das Video zeigt, dass Microsoft mit seinen offensiven Produktplatzierungen einfach einen Schritt zu weit gegangen sein könnte.

Quellen:

productplacement.biz

mashable.com

Mehr zum Thema: Schlechtes Product Placement von Chex Mix

BEO-Autor: Alexander Kornelsen