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Türkei startet mit Product Placement durch

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Product Placement ist in der Türkei seit dem 1. April 2011 offiziell erlaubt. Diese besondere Werbeform wurde vorher eher kritisch gesehen, konnte sich allerdings aufgrund des Blickes auf den internationale und insbesondere westliche Märkte letztendlich doch etablieren. Agentur 3P Product Placement Production und die Kadir Has Universität nutzten das entstandene Interesse, um die erste Product Placement Konferenz der Türkei zu veranstalten.

38 Teilnehmer, 4 Debatten, als auch 4 Vorträge beschäftigten sich mit Produktplatzierungen im Türkischen Fernsehen und konnten auf das Wissen und die Erfahrung von Professionellen wie Alison McManus (CEO von Branded Marketing Group), Amy Sue Elliott (Brand Integration Director bei TNT) und BEO Autor Andreas Waldner (Waldner TV Entertainment) zurückgreifen. Unterstützt wurden die Teilnehmer in Istanbul von Repräsentanten aus Politik und Rundfunk und konnten sich somit ausführlich am 17. und 18. Mai diesen Jahres mit der Thematik auseinander setzen.

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Bereits zuvor wurde in der Türkei ein Auge auf Product Placement geworfen, das Verbot allerdings schüchterte Produzenten und Fernsehkanäle ein, sodass diese die Integration von Marken und Produkten weitestgehend vermieden haben. Der Türkische Minister für Außenhandel Zafer Çağlayan wies allerdings bereits im Januar letzten Jahres auf das Werbepotential von Fernsehfilmen hin. Die Nachfrage nach Türkischen Serienproduktionen im Arabischen Raum beispielsweise sei laut ihm sehr hoch, sodass man über die Integration von Türkischen Produkten und Marken die Aufmerksamkeit dieser signifikant steigern könnte. Bülent Fidan (Chefredakteur des BrandAge Magazins) unterstützt die Aussage mit Bezug auf U.S. Produktionserfolge. Laut ihm unterstützen Marken die Charakterbeschreibung in Serien, damit ist gemeint dass beispielsweise der soziale Status leichter hervorgehoben werden kann. Gleichzeitig senkten Produkplatzierungen die Produktionskosten, was auch dem Endkonsumenten zugutekommen kann.

Mit der Aufhebung des Verbots sind die Diskussionen, ob Produktplatzierungen verwendet werden dürfen beendet, allerdings zeigt Ergem Akın (ehemals Mindshare) die Gefahr von unfairem Wettbewerb auf, obwohl er einsieht dass attraktive Produktintegrationen, einen Vorteil für die Serien darstellen könnten. Eine bereits im Mai veröffentliche Studie der International Conference on Communication, Media, Technology and Design (ICCMTD) zeigt die bereits erfolgreiche Umsetzung von Product Placements innerhalb der fünf größten Türkischen TV-Sender.

Quellen:

www.hurriyetdailynews.com

Pressemitteilung 3P

www.cmdconf.net

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BEO Autor: Alexander Kornelsen