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Akte: Müller Milchreis und Nerf Product Placement in Stromberg

mller_milchreis_product_placement Das Medienecho bezüglich des Müller Milchreis Product Placement in Stromberg wird immer stärker: Erst eine regionale Tageszeitung merkur-online.de, dann kress.de und turi.de, und nun auch noch der Spiegel Online. Der Grundtenor der Berichterstattung: „Dieses Product Placement mag der Zuschauer bzw. der Käufer nicht und ist somit ein schlechtes Werbeinstrument.“
Zur Vorgeschichte:

In der neuen Staffel von Stromberg – eine Brainpool Produktion- erscheint regelmäßig in jeder Folge ein Müller Milchreis. Interessant hierbei ist, dass die Präsenz und die Intensität (visuell und audiovisuell) der Produktdarstellung im Zeitverlauf zu nimmt. Dabei schneidet der Milchreis theoretisch (!) gut ab.

In der 6. Folge Minute 14:15 erreicht das Product Placement dann seinen ersten Höhepunkt: Christoph Maria Herbst alias „Stromberg“  hält den Müller Milchreis direkt in die Kamera und sagt: „Was die Finanzen angeht, da machen wir jetzt Schleichwerbung. Das darf man jetzt ja.“ Parallel hierzu erscheint die Bauchbinde: Die Capitol stellt hierzu fest: „Es handelt sich nicht um Schleichwerbung, sondern um legale Produktplatzierung“. Der zweite Höhepunkt folgt dann in Folge 10 Minute 9:16. In der Kantine, kurz nachdem er gefeuert wurde, nimmt Stromberg einen Müller Milchreis hält diesen wieder in die Kamera und sagt: „Hier -ich kann ja Werbung machen. Bernd Stromberg empfiehlt. Ja, glaubst Du was die zahlen, Du.“

Was sagen die Fans zu dem Müller Milchreis und Nerf Spielzeugpistolen Product Placement?

"Was soll der Scheiß mit Müller Milchreis?“" "Was habt ihr nur mit Stromberg gemacht?" "… die komplette Capitol-Belegschaft in einem fort Milchreis frisst, alle paar Folgen der kollegiale Austausch der Becher auch noch in die Handlung eingebunden wird [...] Ganz im Ernst, liebe Stromberg-Macher: Mit diesem Schleichwerbe-Overkill seid ihr mir mächtig auf den Sack gegangen und ich finde das auch sehr unsympathisch! Schade…"

BEO ist der Ansicht, dass die Idee, das Product Placement in jeder Episode zu zeigen, gut ist (Lerneffekt). Leider ist die dramaturgische Integration oft nicht subtil bzw. ironisch genug. Trotzdem ist das Product Placement insgesamt nicht so schlecht, wie dies aktuell in den Medien dargestellt wird. Es war ein Testcase, den man weiter optimieren sollte. Des Weiteren sollte sich noch jeder die Frage stellen, ob der Charakter Stromberg nicht so charismatisch ist, dass er dieses Product Placement überstrahlt. Schließlich gilt:




Oder erleben wir hier gerade die erste PR-Kampagne gegen das Werbeinstrument „Branded Entertainment“ seit der Liberalisierung am 01.04.2010 – mit dem Ziel, die Marketingentscheider von der „Gefahr“ des Instrumentes zu überzeugen? Einige Interessengruppen der Medienbranche, welche mit den klassischen Werbeinstrumenten gut verdienen, hätten ein begründetes Interesse daran, Branded Entertainment schlecht darzustellen – denkt man an das große Potential und die vielen Vorteile von Branded Entertainment.

BEO beobachtet mit Interesse die weiteren Fanreaktionen. Wie denken Sie über dieses Product Placement?

Thanks to Robert K.– ein Product Placement Fan - für den Hinweis auf dieses Product Placement – bevor das ganze Medienecho los ging.

Mehr zum Thema: Stromberg

BEO-Autor: Christian Hofbauer

Quelle:

www.merkur-online.de
www.turi2.de
http://kress.de
www.spiegel.de
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