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Kein Product Placement

Kürzlich berichtete Matthias Dell in der Wochenzeitschrift „der Freitag“, wie die Zeitschrift „der Freitag“ in die Hand des Kommissars in den ARD-Sonntagskrimi „Polizeinotruf“ kommen konnte. Die erste Vermutung liege nahe:

Klassisches Product Placement, was sonst? Vor dem Hintergrund der Positionierung ider Wochenzeitschrift n der Zeitschriftenlandschaft und der Höhe der Auflage des „der Freitag“ ist dies allerdings unwahrscheinlich. „der Freitag“ sehe sich als Kunstwerk, welches die Nennung von Markennamen vermeide und somit sich nicht einem Kommunikationsinstrument bedienen würde, welches sich genau dadurch definiert.

So landet der Autor weiter bei der Feststellung, dass der Kommissar ja irgendeine Zeitung mit sich tragen muss – aus Gründen der Realitätsnähe der Serie und Szene. Und nun stellt sich die große Frage: „

Wo hört durch gezielte Produktverwendung suggerierte Realitätsnähe auf und wo beginnt somit Product Placement?“ Die Antwort ist ganz simpel: Fliesst Geld, dann Product Placement; wenn nicht, dann kein Product Placement. Da weder Ausstatter, Aussenrequisite, Szenenbildner Geld dafür kassiert haben, sondern Uwe Preuss (Kommissar) die Zeitung selbst mit zum Dreh gebracht hat, ist die Sache klar.

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