Hauptmenü

Product Placement schon gesellschaftsfähig?

"Schleichwerbung wird jetzt gesellschaftsfähig" lautet die Überschrift eines Artikels auf WELT.de. So sieht die Autorin in Ihrem Artikel die Tendenz zu mehr Produktplatzierungen und beschreibt,

gut recherchiert, wie sich eine Branche professionalisiert: Heute kümmern sich auf Product-Placement spezialisierte Agenturen früh darum, wie oft und in welchem, natürlich positiven, Zusammenhang die Marken in den Filmen landen. „In der Regel bekommen wir eine kurze Zusammenfassung des Drehbuchs und auch schon die Information, welche Schauspieler infrage kommen", sagt Dieter Morszeck, Geschäftsführer des Kofferherstellers Rimowa, dessen Modelle so in über 200 Filmen, von „Ocean's Twelve" über „Mr. & Mrs. Smith", mitgewirkt haben.

Häufig werden Marken sogar von Anfang an in die Handlung eingebettet, „um dem Kunden zusätzlichen Nutzen" zu bieten, sagt Tom Meyer, Geschäftsführer der Placement-Agentur Davie Brown Entertainment in Los Angeles. „Da muss dann zum Beispiel das iPod-Interface des neuen Hyundai in ‚24' wirklich eine Rolle spielen."

Die Autorin stellt klar: Nicht immer geht es bei solchen Deals nur um direkte Zahlungen. Bei „Up In The Air" mit George Clooney wollte der Autor und Regisseur Jason Reitman eine echte Hotelkette für seinen Vielflieger. Weil er selbst ein „HHonors Diamond VIP"-Mitglied bei Hilton ist, überredete er das Studio, einen Deal mit der Hotelkette einzugehen. Am Ende übernahm Hilton die Unterbringung für die Crew. American Airlines, ebenfalls eine „Embedded Brand", stellte kostenlos Flüge zur Verfügung.

Zur Professionalisierungstendenz gehört auch die Einbettung in den Marketingmix sowie integirerte Kampagnen, denn die Unternehmen machen zusätzliche Werbung für den Film, Mercedes-Benz etwa, die „Sex and the City 2" mit eigener Kampagne, Website und Facebook-Gewinnspiel begleiten. „So viel Aufmerksamkeit würde die Studios sonst Millionen kosten", meint Meyer.

Wohin die Reiseauch hierzulande gehen könnte zeigt der Artikel am Beispiel der DVD zur Teenagerserie „Gossip Girl" auf, eine Serien mit direkter Bestellmöglichkeit über die dazugehörige Internetseite. So lautet auch der Kommentar: Besser inszeniert kann ein Werbekatalog kaum sein.

 

 

 

 

(Quelle: welt.de)