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Product Placement in Europa

Die Umsetzung der Richtlinie der EU, für audiovisuelle Mediendienste aus dem Jahr 2007, welche den Mitgliedsländern die Freigabe von Produktplatzierungen empfiehlt, hat nicht nur hierzulande Bewegung in den Markt gebracht. Neben Frankreich und Deutschland haben noch Belgien, Rumänien, Portugal, Spanien, Italien und die Niederlande gesetzliche Änderungen vorgenommen.

In der Umsetzung befindet sich derzeit Österreich. Dort wurden Produktplatzierungen von den Medienwächtern lange Zeit stillschweigend geduldet. Auch in Finnland, Ungarn, Schweden und Großbritannien ist eine Legalisierung auf dem Weg. Screen.tv, das Onlinemagazin für Bewegtbild, hat sich die Entwicklung genauer angeschaut.

In Europa gilt das belgische Flandern als Vorreiter. Lange Zeit geduldet, ist Product Placement dort seit Ende 2009 gesetzlich erlaubt - und das sogar für alle Fernsehanbieter. Wie abschreckende Beispiele aus der Türkei und Österreich zeigen garantiert lange Tradition nicht immer hohe Qualität. Belgien hat aber unter Placement-Experten inzwischen Vorbildfunktion.

In Finnland waren die Markenauftritte nie wirklich verboten. Die beiden Privatsender haben in den vergangenen zwei Jahren „Pilot-Placements" in verschiedenen Programmen wie „Big Brother", der Kochsendung „Makuja" und dem Coaching-Format „Diili" („The Apprentice")gesendet. Ganze 2 Prozent habe Produktplatzierungen im vergangen Jahr bei MTV Media zum Gesamtumsatz beigetragen. Und das soll weiter ausgebaut werden.

Eines ist in allen Ländern gleich. Widerstände von verschiedenen Interessengruppen begleiteten die Liberalisierung - wie in Frankreich - wo die Kulturkritiker oder Autorenverbände auf die Barrikaden gingen.

 

 

(Quellen: Bild und Text: Screen.tv)