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Grünes Licht auch für Product Placement in UK

Gestern beschlossen die Minister, dass für Product Placment im britschen Fernsehen in Zukunft erlaubt sein wird. Grund für diese finale Entscheidung ist die Verpflichtung des Staates, die Branche zu unterstützen, indem sie dieser zusätzliche Finanzierungsquellen zugänglich macht.

Der britische Zuschauer ist dieser Werbeform bereits durch importierte Medien aus den USA ausgesetzt. Wichtig sei es nun, die Zuschauer in kritischen Bereichen zu schützen. Aus diesem Grunde wird Product Placement für Alkohol, Tabak und "ungesunde Lebensmittel" untersagt. Themenumfelder, in denen keine Produkte platziert werden dürfen sind Nachrichtensendungen, "consumer and religious shows" und BBC-finanzierte Programme.

Jackie Schneider, die Leiterin der Children´s Food Campaign befürchtet durch diesen Schritt v.a. eine verstärkte Präsenz von Junk Food - Produkten im TV. Zu Recht: Man denke nur an die Power des Product Placements von Hersheys Reese's Pieces in den 80-igern in dem Blockbuster "E.T.": Der Umsatz des Riegels stieg in den nächsten Monaten um 65%.

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Dr. Lisa A. Sutherland von der Dartmouth Medical School in Lebanon, New Hampshire leitete die Untersuchung, ob Product Placements die Essgewohnheiten von Kindern beeinflussen können. Die ersten Untersuchungen ergaben Folgendes:

Es wurden 200 Filme untersucht, davon beinhalteten 69% Brand Placements von Lebensmittel, Getränke und Einzelhändler. Die einzelnen Produkte waren meist Süsswaren, salzige Snacks wie Chips und Brezeln (59%) und Softdrinks (75%).

Die Untersuchung der Placements nach Genre ergab, dass Komödien, Actionfime und Abenteuerfilme prädestiniert für diese Formen von Placements sind. In 30% der Filme waren Food Placements zu finden. Im Vergleich dazu sind in Formaten der familiengerechten Unterhaltung in nur 4% der Filme Food Placments gefunden worden.

Bleibt abzuwarten, was die weiteren Untersuchungen ergeben.

(Quelle: www.dailymail.co.uk, www.reuters.com, www.hersheys.com)