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Casual Connect USA 2013: Das Business der Gelegenheitsspiele

casualconnect-logo-350Vom 30. Juli bis zum 1. August 2013 treffen sich nächste Woche über 3000 Geschäftsleute aus der globalen Spieleindustrie im Hilton San Francisco um sich vor allem über ein Thema zu unterhalten: Wie lässt sich mit Gelegenheitsspielen, wie man sie von Facebook oder dem Smartphone kennt, Geld verdienen? Wie viel Werbung dazu beitragen kann, wird in zahlreichen Vorträgen dargestellt.

 Zum ersten Mal findet die Casual Connect in Kalifornien statt (vorher Seattle), vermutlich weil momentan die ganze Welt nach Silicon Valley blickt, der Region mit den Hauptquartieren der größten Spielefirmen: Electronic Arts, Zynga, Kabam, Perfect World und noch zig weitere. Viele schicken ihre erfahrensten Mitarbeiter zur Veranstaltung, damit diese ihr Wissen mit Kollegen aus der ganzen Welt teilen können. Das besondere bei vielen Casual Games ist, dass diese kostenlos angeboten werden. Dies hat natürlich den klaren Vorteile,  dass eine geringe Hemmschwelle Neukunden zum Probieren einlädt, erfordert allerdings besonders viel Kreativität bei der Monetarisierung. Oft werden kostenpflichtige Zusatzinhalte angeboten, diese sind dann allerdings freiwillig und bieten beispielsweise Vorteile im Spiel.

Eine Alternative dazu ist natürlich die Integration von Werbung. Hier muss bei Computer- und Videospielen allerdings sehr vorsichtig vorgegangen werden, denn wenn der Konsument sich bei seiner Unterhaltung gestört fühlt, also der Spielfluss beispielsweise für Werbung unterbrochen wird,  kann man den gewonnen Kunden genauso schnell verlieren, wie man ihn vorher für sein Produkt überzeugen konnte. Wie das vermieden werden kann, präsentiert Damon Marshall von SupersonicAds in seinem Vortrag „Case Studies on Successful Ad-based Monetization Strategies“. Dabei handelt es sich um Strategien, die den Spieler für das Ansehen von Werbung belohnen. So können beispielsweise eigentlich kostenpflichtige Inhalte vom Spieler gratis frei geschaltet werden.

Kostenlose Spiele können also funktionieren, allerdings gibt es eine wichtige Ausnahme: Kinder. Auch wenn viele Casual Games für unseren Nachwuchs konzipiert sind, gibt es strenge Regeln dafür inwieweit Minderjährige mit Zahlungsoptionen und Werbung konfrontiert werden dürfen. Erst vergangene Woche ist dieses Thema auch in Deutschland wieder entbrannt, als der Bundesgerichtshof an Kinder gerichtete Werbung in Online-Spielen komplett untersagte. Entsprechend gut dürfte die Präsentation „Don't Be THAT Guy: Kid- and Family-Friendly Marketing” von Dr. Carla Engelbrecht Fisher besucht sein, denn sie wird sich vor ihrem Publikum genau mit dieser Thematik auseinander setzen. Wie wichtig Kinderspiele für die Industrie sind, wird Ravensburgers Thomas Bleyer im spannenden Panel „Playing Outside the Box: True Cross-platform Design and Development“ vorstellen und dabei wie bereits auf der Quo Vadis im vergangenen April auf die Kombination von physischen und digitalen Spielen eingehen.

Zu guter Letzt möchten wir noch auf den Vortrag EMERGING TRENDS: The Television Industry and 2nd Screen Casual Games hinweisen. Matt Dominianni von NBC Universal wird vorstellen wie stark die Fernseh- und Spieleindustrie voneinander profitieren können.

Quelle: usa.casualconnect.org

Mehr zum Thema: Casual Connect Europe 2012 - Spiele und Werbung

BEO-Autor: Alexander Kornelsen