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Product-Placement: Die Macht der Lebensmittel Produktwerbung im Kinderfernsehen

Spy KidsProduct Placements richten sich zunehmend auch an das jüngste Publikum, doch gerade sie können sich am wenigsten dagegen wehren und sind im Gegensatz zum Erwachsenen Publikum dem Werbetrick wehrlos ausgesetzt. Denn anders als Erwachsenen Zuschauer, merken die Kleinen in der Regel gar nicht, dass es sich um Werbung handelt.

Laut Professor Jörg Matthes, vom Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Wien, sind die meisten Szenen mit den entsprechenden Produkten auch noch lustig und spaßig gemacht, so dass die Kinder sie dann gerne haben wollen. Wie zum Beispiel in der „Burger und Pommes Frites“ - Szene des Familienfilms SpyKids, in der der Hauptdarsteller einen riesen Burger zu sich nimmt und bei der nicht nur den Kids das Wasser im Mund zusammen läuft.

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Mit seiner medienwissenschaftlichen Studie möchte Professor Matthes und seine Kollegin Brigitte Naderer untersuchen, welche Auswirkungen diese Art der Product Placements in Kinderfilmen vor allem auf das kindliche Essveralten des jungen Publikums hat. Denn die Eltern sind sich meist gar nicht im Klaren darüber, dass Ihre Kinder über Filme mit einer Menge süßhaltigen, fettigen Produkten konfrontiert werden. Daher hat Professor Matthes das Anliegen, mit Hilfe seines durch die Österreichische Nationalbank geförderten Projekts, eine Diskussion anzuregen, was gegen die „Beeinflussung“ unternommen werden kann um die Kinder besser zu schützen. Außerdem aufzuklären, welche Lebensmittel "gut" und welche "schlecht" sind. Denn oftmals begleitet das Lieblingsessen ein Kind sein Leben lang und ist dieses ungesund kann es unter Umständen negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

Matthes und Naderers Studie besteht aus zwei Teilen, zum einen eine Inhaltsanalyse – hierbei werden nationale und internationale in Österreich erhältliche Kinderfilme aus 2013 und 2014 analysiert – und dem Experiment – bei dem Kindern Bildausschnitte mit und ohne Produktplatzierung gezeigt werden. Im ersten Teil der Studie, der Inhaltsanalyse, geht es darum wie die Kinder angesprochen werden. Wird das Produkt mit einem positiv besetzten Akteur verknüpft? Wie wird das Produkt präsentiert? Kommt es zu einer positiven Bestätigung nach der Produktverwendung?

Durch das Experiment, dem zweiten Teil der Studie, versuchen die Wissenschaftler herauszufinden wie Schulkinder auf die Nahrungsmittelplatzierungen reagieren. Die werden die Kinder in zwei Gruppen eingeteilt. Beiden Gruppen wird der gleiche Filmausschnitt vorgespielt – wobei in der einen Version Nahrungsmittelprodukte platziert sind und in der anderen nicht. Anschließend sollen sich Jungs und Mädchen im Vorbeigehen einen Snack aussuchen, hier spielt vor allem die spontane Impulsreaktionen eine wichtige Rolle. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Kinder aus der Gruppe mit Produktplatzierungen, sich eher für Süßigkeiten entscheiden werden. Das Ergebnis der Studie steht noch aus. Damit die Kinder keine negativen Auswirkungen davon tragen, werden Sie spielerisch und lustig über den Unterschied von Programm und Werbung sowie die Bedeutung gesunder Ernährung aufgeklärt.

 

Quelle: http://derstandard.at/2000018730535/Product-Placement-Die-Macht-der-Burger-im-Kinderfernsehen
          https://www.youtube.com/watch?v=BJ8auxw4Op0

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