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TV-Apps als Motor für Branded Entertainment

TVApps for Branded EntertainmentNach Angaben der GfK Retail & Technology GmbH waren Ende 2012 schon 15 Mio. smarte TV Geräte im Markt, die neben Rundfunkempfang auch Inhalte aus dem Internet am TV-Bildschirm darstellen können. Das sind schon mehr als ein Drittel der Bundesdeutschen Haushalte. Allein in 2012 wurden 6,5 Mio. internetfähige Endgeräte abgesetzt.

Den größten Anteil bilden Fernsehern mit integriertem Browser - in 2012 war jeder zweite verkaufte TV-Flachbildschirm ein Smart-TV, aber auch herkömmliche Flachbildschirme lassen sich mit Hilfe von Peripheriegeräten zum Smart-TV aufrüsten. Neben TV-Apps und Medien-Portalen ist der europäische Standard Hybrid broadcast broadband TV (HbbtV) in immer mehr Smart-TV Geräten vorhanden.

Parallel dazu erhöht sich die Vielfalt der HbbTV-basierten Dienste: Inzwischen bieten in Deutschland mehr als 60 nationale, regionale und lokale Sender interaktive Zusatz-Dienste über den roten Knopf der TV-Fernbedienung. Dabei spielt es keine Rolle, auf welchem Weg der Haushalt die Rundfunksignale mit integrierter Web-Anbindung empfängt - Satellit, Kabel und Antenn-TV sind gleichermaßen HbbTV-geeignet.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 wird sicherlich zu stark steigenden Neukäufen von Fernsehgeräten führen. ZUr selben Zeit sinken die Preise für Smart TV-Geräte weiter. Smart TV-Fernseher mit Full HD und einem etwa 40 Zoll Bildschirm sind inzwischen schon ab rund 450 Euro im Handel erhältlich. Damit wird laut MEKMedia für 2014 ein weiterer Absatz von rund 6 bis 8 Millionen Smart TV-Fernsehgeräten erwartet. Mit dem sich abzeichnenden Absatz des Jahres 2013 sind dann wahrscheinlich mehr als 25 Millionen Geräte verkauft  und somit 2/3 der Haushalte mit einem internetfähigen „Big Screen“ im Wohnzimmer ausgestattet.

Interessant wird sein, welcher Hersteller und damit, welcher technische Standard sich durchsetzen wird. Neben der SmartTV Alliance kochen Sony und Samsung auf der technischen Seite ihr eigenes Süppchen. GoogleTV kommt nicht so richtig in Schwung und Apple läßt mit einem eigenen TV Gerät weiter auf sich warten. Marktkenner gehen aber davon aus, dass ein AppleTV jedich genauso den Durchbruch für die Gerätekategorie bedeuten könnte wie im Smartphone bereich. Aktuell macht jedoch Samsung das Rennen und wirft sogar den Second Screen direkt mit in den Einkaufswagen. Die neusten Produkte der Südkoreaner sind auch mit den ersten Modellen kaum vergleichbar: 

Mit der wachsenden Reichweite ist SmartTV auch für Marken ein immer relevanter werdender Kanal. Auf eigenen TVApps haben beispielsweise Audi, ADAC oder Mercedes einen direkten Content Distributionskanal in die Deutschen Wohnzimmer gefunden. Dort findet man den potentiellen Kunden in einer Lean-Back Position vor, was Branded Entertainment Formaten einen Wachstum bescheren wird, denn für die Anbieter der Apps gilt es die Pole Positionen auf dem TV-Bildschirm zu sichern. Mit den neuen Modellen von z.B. Samsung und LG werden direkt beim Einschalten auf dem Start-Bildschirm lineare und non-lineare Programme, sowie tvApps angeboten. Teure Budgets für 30sekünder können so gespart werden, wenn der Mehrwert der Startseiten-Apps erkennbar ist. Und dieser Mehrwert kann nur Content sein. 

 

Autor: Florian Heister

Quellen: TV-Plattform. de, MEK Media, Samsung.de