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Schade: Second Screen Vorreiter ARD erleidet Schiffbruch

Bildschirmfoto 2014-05-13 umQuizduell Second Screen16 Millionen Nutzer hatten bis Montag die Smartphone App "Quizduell" heruntergeladen. Am Montag dürften es nocheinmal zahlreiche mehr sein, denn sie hat den Weg ins Fernsehen gefunden. Vorerst drei Wochen lang wird gespielt. Und das nicht bei einem der früher so innovativen privaten Sender, sondern bei der ARD. Doch das ist nicht die einzige Second Screen innovation beim Öffentlich-Rechtlichen Flaggschiff. Leider verlief der Start jedich holprig...

 Erstmals sollte eine Games-App live ins TV gebracht werden. Doch ein Hacker sprengten die interaktive Spielshow und nichts ging mehr!  Eigentlich soll die Sendung wochentäglich um 18 Uhr den verwaisten Sendeplatz von "Verbotene Liebe" füllen und den berüchtigten "Second Screen"  mit dem klassischen Bildschirm zu vermählen. Letzteres hatten einige Studien in Abrede gestellt. Es gab aber bislang auch kein echtes Angebot. 

Das Konzept: Zusätzlich zu den Kandidaten und dem Saalpublikum sollten sich auch 187.000 User per App beteiligen können, ohne die Sendung überhaupt zu sehen. 

Als erstmals die Antwort "des Schwarms" verkündet werden sollte, musste Pilawa passen: "Die sind noch nicht fertig" um dann klarzustellen: "Die Server sind überlastet. Aber wir wären nicht das gute alte Fernsehen, wenn wir nicht auch unplugged spielen könnten!". Die Bestätigung des Cyberangriffs folgte dann über eine andere App, nämlich Twitter. 

Second Screen App ARD Quizduell

Am Ende der ohne App ganz klassisch improvisierten Sendung meinte Pilawa: "Vielleicht morgen wieder? Wer weiß?"

Schade eigentlich, dass die mutige ARD mit dieser Premiere so auf die Nase fallen musste. Aber der Sender hat noch ein zweites Pferd im Rennen, diesmal nicht weniger ambtioniert. Der Bremer "Tatort" am kommenden Sonntag hat drei Tage Überlänge - als Social-Media-Expertiment im Web. Die Folge "Alle meine Jungs" mit dem Bremer Ermittler-Duo ist Grundlage eines Online-Spiels, das die Nutzer zu Ermittlern machen soll. Online können sie mit anderen Spieler zusammenarbeiten, um den Fall komplett zu lösen. Bei diesem sogenannten Suddenlife-Spiel, das Elemente der Spielwelt und der Realität verbindet, werden ausgewählte Nutzer gebeten, ihre Postadressen oder Handynummern anzugeben, um ihnen auf diesem Weg Ermittlungsmaterial zukommen zu lassen. Auf einem Blog sollen sie die Ergebnisse zusammenführen und am Ende lösen. Wir drücken die Daumen! Für die Ermittler und die ARD. 

 

Quellen: Spiegel .de, turi2