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Potter Produzent David Heyman auf der StoryDrive

beo-autorin_sandra_und_david_heyman_product_placement Die „Never-ending Story: Harry Potter“ ist ein Beispiel für die gelungene Konvergenz von Content in unterschiedlichen Medien. Harry Potter Filmproduzent David Heyman stellte sich auf der StoryDrive im Rahmen der Frankfurter Buchmesse Fragen zu dieser Case Study.
BEO wollte wissen, welches Medium er persönlich am besten fand.

Spontan verwies er auf die Bücher, als detaillierte Grundlage für alles weitere, ohne die es die Filme nicht gäbe. Mit den Filmen verbinde er sehr persönliche Momente, während die Games sogar dazu beigetragen hätten, die letzten Filme noch wirklichkeitsgetreuer zu entwickeln. Hier das Videostatement:




Was das Thema Branded Entertainment und Product Placement anbelange, sei Heyman bei den Potter Filmen eher restriktiv gewesen. Warner Bros. war zu dem ersten Film eine Kooperation mit Coca Cola eingegangen. Auch wenn er die Arbeit von Warner Bros. über alles schätze, teilte er deren Begeisterung nicht. Markenkooperationen und Product Placement seien in einem Film, der in einer „magischen Phantasiewelt“ spiele seines Erachtens ein sehr schwieriges Unterfangen. Grundsätzlich könne Product Placement seiner Meinung nach nie der Finanzierung eines Filmes dienen. Auch bei anderen, neuen Filmprojekten wäre er für ein Placement nur dann aufgeschlossen, wenn sich das Produkt perfekt in die Handlung einfügen würde.

Die Fragen des Publikums der StoryDrive bezogen sich u.a. auf die Darstellung der Bücher im Film. So hatte Heyman z.B. die Figur des scheuen „Neville“, der im letzten Buch in der Zukunft die wichtige Rolle des „Headmaster von Hogwarts“ übernehmen würde, am Ende des letzten Filmes einfach weggelassen. Heyman meinte, gute Filme zu machen, bedeute auch immer eine Konzentration auf das Wesentliche. So sehr er die Wut der Leser auch verstehen könne, er musste sich strikt auf die Zukunft der drei Hauptdarsteller und deren weiteres Leben fokussieren. Denn sie waren seine „Story im Film“.

Autorin Joanne K. Rowling war immer in engem Kontakt mit Drehbuchautor Steven Kloves gewesen und brachte viel Verständnis für das Zusammenspiel von Buch und Film auf.  Das sei sehr hilfreich für alle Seiten gewesen. So wollte Heyman zum Beispiel in „Film Vier“ (Feuerkelch) auf eine Figur verzichten, die seines Erachtens nicht wesentlich für die Fortführung der Handlung war. Rowling schrieb gerade an „Buch Sieben“ (Heiligtümer des Todes) und machte die Produktion darauf aufmerksam, dass die Figur dort wieder eine größere Rolle spielen würde. Somit blieb sie auch Bestandteil von „Film Vier“.

David Heyman gab sich selbst als Fan der Märchen von Grimm und Andersen und von Kinderbüchern zu erkennen. Diese lese er oft, bevor sie seinen sechsjähringen Sohn überhaupt interessierten. Heyman erhielt 2011 den Preis der Frankfurter Buchmesse für die beste Literarturverfilmung. Hoffen wir auf neue phantasievolle Filmprojekte des britischen Filmproduzenten.

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Q&A mit David Heyman auf der Buchmesse

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BEO-Autorin Sandra Freisinger-Heinl im Gespräch mit David Heyman

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Get Together zum Abschluss der StoryDrive im Open Space der Buchmesse


Mehr Fotos finden Sie in der BEO-Mediathek.

Autor: Sandra Freisinger-Heinl
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