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Branded Entertainment: Werbespot-Ghetto ade!

Auf der internationalen Messe für Unterhaltungsinhalte MIPTV in Cannes haben TV- und Werbebranche erfolgreich an Konzepten gearbeitet, um ihre Zielgruppe direkt zu erreichen und somit das alte Problem des klassischen Werbeblocks zu lösen (Rezipienten schalten auf ein anderes Programm, unterhalten sich mit Freunden oder verlassen den Raum).

Grundsätzlich wurden neue kreative Konzepte für Finanzierungsquellen von den Budget-Entscheidern sehr positiv begrüßt – der Wirtschaftskrise sei Dank. Hauptsächlich handelt es sich bei den neuen Finanzierungsquellen um Product Placement und Branded Entertainment, wobei hier Branded Entertainment ganz klar den Schwerpunkt der MIPTV bildete. So analysieren die Agenturen nun nicht mehr ein Drehbuch nach einer Szene, in welcher das Produkt X der Marke Y platziert werden kann, sondern nach Drehbüchern, deren Storyline so eng mit dem Markenprofil des Unternehmens korreliert, dass in einem Unterhaltungsformat sowohl kommerzielle, als auch redaktionelle Inhalte wirksam konsumiert werden können. Häufig sind die Marken schon beim Brainstorming des Drehbuches dabei, um diese wichtige Korrelation zu gewährleisten.

Auch das Marktforschungsunternehmen „The Wit“ bestätigt den Trend, dass themenaffine Shows von Markenartikler finanziert werden. Das bekannteste Format in diesem Sektor ist des Branded Entertainments ist die Dessous Show Victoria´s Secret – gespickt mit Starmodells (z.B. Heidi Klum) und Popstars wie Spice Girls.

Branded Entertainment ist wirksamer als das beliebte Label-Sponsoring von TV-Formaten, da der redaktionelle Inhalt bei guter Arbeit der beteiligten Player besser zum Image der Marke passt und so künstliches Product Placement überflüssig wird.

Hierbei sollte allerdings nicht vergessen werden, dass normalerweise gut produzierte Branded Entertainment Formate einen höhere TKP haben, als Werbespots oder das Label-Sponsoring. Um diese höhere TKP´s zu rechtfertigen, arbeiten aktuell die entsprechenden Firmen bereits an Werbewirkungsmethoden, mit welchen bewiesen werden soll, dass der höhere TKP durch die multiplikative Werbewirkung (im Vergleich zum klassischen Werbespot) seine Daseinsberechtigung hat.

Es wird sicherlich noch einige Zeit dauern, bis die Mediaplaner die neuen Werbeformen des Branded Entertainment entsprechend in deren Media-Mix berücksichtigen. Mit den relevanten Werbewirkungsnachweisen wird dieser Vorgang aber stark beschleunigt werden.

Die Redaktion von BrandedEntertainmentonline.de wird Sie diesbezüglich immer auf dem aktuellen Stand halten.