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Erfolgreicher Trend im Branded Content: Filme gemeinsam mit den Usern gestalten

 

Cannes Lions 2013Bei den Branded Content & Entertainment Lions belegen gleich zwei Cases die ersten beiden Plätze, die nach dem gleichen Erfolgsmodell funktionieren. Zunächst wird der Inhalt des Filmes von der Marke angeteasert. Gemeinsam mit den Usern wird der Content zu einem Thema dann soweit vorangetrieben, dass man daraus einen Kinofilm oder Filmepisoden gestalten kann, wie beim Siegercase „The Beauty inside” von Intel / Toshiba. So auch beim Gold Lion Gewinner “The movie out here“ für die westkanadische Biermarke Kokanee, der in der Jury als weiterer Anwärter auf den Sieg diskutiert wurden.

Kokanee war mit seinem Projekt dem Werbeslogan „The beer out here“ gefolgt und hatte die vorwiegend männlichen Brand User nach Ideen und Sequenzen für den Kinofilm gefragt. Als der Film dann in die kanadischen Kinos kam, punktete er mit guten Besucherzahlen.
Hier alle Gewinner der Kategorie: www.slideshare.net

Der Entscheidungsprozeß in der Branded Content & Entertainment Jury
Doch worauf kommt es wirklich an, ob ein Case einen Lion erhält oder leer ausgeht?

Scott Donation Jury Praesident BE Cannes LionsEine gute Idee müsse zum Leben erweckt werden, so Scott Donation (UM USA), Jury Präsident der diesjährigen Branded Content and Entertainment Lions. Intel/Toshiba punktet hier mit „Storytelling in powerful ways“ wie Scott Donation es bezeichnet und schafft es, das Publikum zu berühren und miteinzubeziehen. Kokanee ging einen ähnlichen Weg, allerdings war der Content, der am Ende generiert wurde, etwas schwächer. Der Bewertungsprozess war aufwändig, aber verlief harmonisch. In diesem Jahr ist es für alle Beteiligtenviel deutlicher, was guter Branded Content ist, als bei der Initialisierung der Kategorie in 2012, wo Scott Donation bereits als Mitglied dabei war.

Auch Jurymitglied Chantal Rickards (MEC UK) meinte zu BEO, dass der Markt nun mehr als reif sei für Content Marketing. Sie spricht von einer phantastischen Zeit in der Jury und dass es schön war, bei guten Projekten immer tiefer in den Content einzutauchen. Am besten seinen immer die Projekte gelungen, in der alle daran beteiligten Partner eine fast schon symbiotische Beziehung eingegangen sind, um das beste Ergebnis zu erzielen.

Jurymitglied Fred Levron (Ogilvy Frankreich) fand vor allem die unterschiedlichen Meinungen der Vertreter von Werbeagenturen und Mediaagenturen in der Jury interessant. Gemeinsam beurteilte man fünf Tage lang von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends je 100 bis 200 Cases pro Tag.

Erin McPherson (VP Yahoo! USA), die sich stark im Branded Entertainmen-Bereich engagiert, findet es gut, dass in Cannes alle Verantwortlichen in Media, Werbung und Technologie verfügbar sind. Inzwischen würden dort alle wahrnehmen, wie intensiv sich der Branded Entertainment Markt weiterentwickle.

Die Branded Content & Entertainment etablieren sich in Cannes
Wie die Organisatoren der Cannes Lions gegenüber BEO berichten, hat sich die Kategorie in Cannes gut etabliert. Dies spiegelt das weltweite Potential von Branded Content und Entertainment für Marken wieder. Über 100 Einreichungen hatten es 2013 auf die Shortlist geschafft. Jurypräsident Scott Donation lobte die Qualität der eingereichten Cases, die seiner Meinung nach die aus 2012 noch übertraf. Die Kategorie habe mit 17 Juroren eine große Jury, die alle ein tiefes Verständnis für erfolgreichen Content mitbringen.
Derzeit punkten die USA in dieser Kategorie traditionsgemäß noch am stärksten: 2013 mit Intel und Toshiba für „The beauty inside“ und 2012, als der Branded Content & Entertainment Award zum ersten Mal vergeben wurde, mit Chipotle Mexican Grill und der „Cultivate campaign“Aber die anderen Nationen holen auf. 

Foto und Case-Video: Cannes Lions
Videostatements: BEO/SF

BEO-Autorin: Sandra Freisinger-Heinl

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