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Edeka #heimkommen gewinnt den Cannes Lions Grand Prix Entertainment for Music

Lions EntertainmentErster Grand Prix beim neuen "Cannes Lions Entertainment" für Deutschland: Jung von Matt Hamburg siegt in der Kategorie "Musik" mit dem Edeka-Content #heimkommen, gemeinsam mit Beyoncés Musikvideo „Formation“. Der Grand Prix für die zweite Kategorie "Entertainment" ging an den Virtual Reality Content „The Displaced“ (Die Heimatvertriebenen) der New York Times.

Bisher wurde Entertainment in der Cannes Lions Kategorie „Branded Entertainment and Content" bewertet. 2016 gab es erstmals das neue Satelliten-Festival „Lions Entertainment“ im Rahmen dessen Lions in den Kategorien „Musik“ und „Entertainment“ verliehen und in dem diese Kategorie neu definiert wurde.

Die Entertainment Lions for Music
„Es hat uns emotional berührt. Jedes Mal, wenn wir es (Edeka #heimkommen) gesehen haben, haben Leute geweint. Jedes Mal“, sagt Entertainment Lions for Music Jury Präsident Josh Rabinowitz von Grey Group USA, über das Voting in der Jury für die Musik im deutschen Content. Hier das Video-Interview:

Es sei wahr, dass Branded Content in dieser Welt an Fahrt aufnimmt, so Rabinowitz. Die Jury entschloss sich in dieser Kategorie zwei Grand Prix zu vergeben, da die Kategorie eine sehr große Vielfalt und Unterschiedlichkeit aufwies. „Das sei sonst so, wie Äpfel mit Orangen zu vergleichen“,so Rabinowitz. 

Es gab Musikvideo-Einreichungen von großen Stars wie Beyoncé, Justin Bieber und Usher neben komplexen Branded Entertainment Konzepten von Marken. Bei den Stars überzeugte Beyoncé mit „Formation“ von Prettybird Culver City USA, ein Risiko einzugehen und mit ihrem Video mutig sozial Stellung zur Rassentrennung und zur Rolle der Frauen in den USA zu beziehen. Das Video wurde erstmals beim legendären Super Bowl gezeigt.

„Wir wollten jedoch auch ein Zeichen für Musik im Entertainment Content setzen“, erläutert  der Jury Präsident. Schließlich gehe es in dieser Kategorie um den Einsatz von Music in Verbindung mit Branded Content. Und da machte Edeka’s „Home for Christmas“ klar das Rennen. Die Musik wurde einfach, unterstützend und kreativ auf den Punkt eingesetzt.

Einen Bronze Lion for Music gab es zudem für Publicis Pixelpark Hamburg für die Barmer GEK mit „Mosphital“, einem Massage-Video beim Open-Air Event mit den harten Heavy Metal-Jungs in Wacken.

Die Entertainment Lions
Die diesjährigen Entertainment Lions haben es uns erlaubt, so Jury Präsident Jae Goodman, Creative Artists Agency USA, diese Kategorie neu zu definieren. Wir haben alle Cases u.a. nach folgenden Kriterien geprüft:

- Es handelt sich nicht um Entertainment um der Unterhaltung willen, sondern um Entertainment das eine Marke voranbringt. (Entertaining versus Entertainment)

- Die Absicht der Brand ist entscheidend. Was hatten die Marketingverantwortlichen dabei im Kopf, dieses Branded Entertainment zu gestalten?

- Es sollte sich um Entertainment Content handeln, der die Brand voranbringt und der die Perspektive der Zuschauer ändert.

Das Rennen machte der Virtual Reality Content „The Displaced“ von VRSE Works Los Angeles für die New York Times, in dem das Schicksal von drei Flüchtlingen begleitet wird, was man als Zuseher richtig miterleben kann und das so die Perspektive auf das Schicksal der Flüchtlinge verändert. „Das ist Content und Experience,“ so Goodman, „die über die #NYTVR App der New York Times ausgeliefert wird.“ Es hat zudem auch den Grand Prix in der Kategorie „Mobile“ für die App gewonnen.

Alle deutschen Einreichungen gingen in der Kategorie Entertainment Lions leider leer aus, während USA hier (traditionell) überdurchschnittlich stark vertreten ist.

Jury Lions Entertainment

Die Jurypräsidenten Josh Rabinowitz, Music (links) und Jae Goodman, Entertainment (rechts) erläutern die Auswahl.

Die Lions Entertainment Awards in Zahlen
Insgesamt waren 2016 2.480 Arbeiten beim "Lions Entertainment" eingereicht worden (1.843 in der Kategorie „Entertainment“ und 637 in der Kategorie „Entertainment for Music“). Das waren etwa ein Drittel mehr Einreichungen, als in 2015. 

Im vergangenen Jahr gab es noch die frühere Kategorie „Branded Content und Entertainment“. Diese wurde unter anderem deshalb überdacht, da sich die Juries in den letzten Jahren nicht auf einen Grand Prix einigen konnten. Man hatte eingesehen, dass die Content- und Entertainment-Kategorie sehr weit gefasst war und in alle anderen Kategorien von Film über Media bis Digital eingriff. Es wurde nun u.a. durch die Vergabe der diesjährigen Awards klarer definiert, was unter "Lions Entertainment" zu verstehen ist.

Für die „Lions Entertainment 2016“ wurden insgesamt 32 „Lions for Music“ und 61 „Lions for Entertainment“ vergeben.

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Fotos und Video: BEO/SF

BEO-Autorin: Sandra Freisinger-Heinl

 

 

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