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Florian Weischer über Storytelling „ohne die Arroganz der großen Leinwand“

Logo Weischer.Media StorytellingWerbeweischer bringt man spontan mit Kinowerbung in Verbindung. Doch bei Weischer.Media wird weiter gedacht und vor allem vernetzt. BEO spricht mit Geschäftsführer Florian Weischer in Cannes darüber, warum er „Storytelling für eine originäre Kino-Idee hält“, der man jedoch nicht mit der „Arroganz der großen Leinwand begegnen sollte“. Der Visionär schildert, wie Weischer.Media den neuen Chancen im Entertainment begegnet und lässt uns zudem an seiner ganz persönlichen, familiären Verbindung zu den Cannes Lions teilhaben.

BEO-Autorin Sandra Freisinger-Heinl trifft Florian Weischer direkt nach der Pressekonferenz der „Branded Content & Entertainment Lions“ und fragt nach. „Wie sehen Sie das Thema Branded Entertainment?“



Die Grundlage sei gutes Storytelling, so Florian Weischer und das sei wiederum die Basis jedes Kinofilmes und somit eine Kino-Idee. Die Adaptionen, die für sich in Anspruch nehmen, auch Storytelling zu sein, vor allem im digitalen Bereich bringen ihn eher „zum Schmunzeln“, doch natürlich lasse er sie gerne gelten.

„Wir haben gesehen, dass die Möglichkeiten Geschichten zu erzählen heute vielfältig sind und die digitalen Kanäle beinhalten. Wir werden versuchen, die Bereiche Entertainment und Kommunikation miteinander zu verbinden.“

Weischer glaubt daran, dass sich die Welten aufeinander zubewegen werden. Die Unterscheidbarkeit „was ist Inhalt“ und „was ist Werbung“ wird seiner Meinung nach immer schwächer werden. Es gehe nicht darum Werbung zu ersetzen, aber wenn Menschen Marketing als spannenden Inhalt erleben, dann bestehe eine Chance, das genauso aufzugreifen.

Wir wollen wissen, woher die enge Verbindung nach Cannes denn kommt? Weischer.Media organisiert seit Jahren den „Media Beach“, eine wunderschönes Event und Treffpunkt der deutschen Teilnehmer und ist darüber hinaus beratend vor Ort aktiv. Das hat ganz persönliche Gründe und die liegen im Ursprungsjahr 1954!



Aus der Idee in der Cannes Rolle, die besten Werbefilme zu zeigen, wurden inzwischen 17 Kategorien. Das zeigt, so Florian Weischer, wie ausdifferenziert das Festival heute ist. Was gut zu Weischer.Media passe, die im Kern Kinovermarkter sind, aber mit „Out of Home“ und „Online“ sozusagen drei der Mega-Kategorien abdecken.


 BEO German Media Beach 2014

Foto: Branchen-Get-together beim alljährlichen German Media Beach der Cannes Lions


Inzwischen kann man dort mit dem Weischer Storyhouse auch „Branded Entertainment für Marken und Kino“ sozusagen inhouse produzieren. Haben sie einen Case für die Branded Entertainment Kategorie eingereicht?



Im Storyhouse, das im Kern Branded Entertainment betreibt, wurden bislang drei Cases realisiert, als erstes den mit L’Oreal. Weischer bedauert, dass er sich nicht dazu durchringen konnte einzureichen, denn „mit der einen oder anderen Idee hätte wir sicher eine Chance gehabt.“

Das Rezept ist es Inhalte und Themen aus großen Kino-Filmen aufzugreifen und diese mit Marken zu verbinden. „Doch da sei“, so Florian Weischer erfrischend ehrlich, „noch viel Überzeugungsarbeit beim Kunden zu leisten.“

Ihm persönlich gefällt Branded Entertainment  am besten, wenn „die Story stimmt“ und meint: „man sollte sich nicht nur von den Resultaten leiten lassen, sondern eine wirklich gute Geschichte zu erzählen.

BEO sagt herzlichen Dank für das interessante Gespräch.

BEO-Autorin Sandra Freisinger-Heinl traf Florian Weischer in Cannes und erlebte einen ruhigen Visionär, der bereit ist, neues in sich aufzunehmen, weiterzuentwickeln und so auf die Anforderungen modernen Storytellings zu reagieren. Deutlich sichtbar wird dies in der Gründung des „Weischer Storyhouse“. Die Unit wird von Björn Hoven geleitet, der in diesem Jahr bereits als Referent zu Gast bei ihren „Münchner Branded Entertainment-Stammtischen“ war.

Videos/Foto: BEO/SF

BEO-Autorin: Sandra Freisinger-Heinl