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Product Placmement wird beim Kampf um die Werbeetats der Markenartikler keine Rolle spielen, oder?

In wenigen Wochen ist Product Placement in Deutschland legal und Privatsender und Produzenten dürfen legal Produkte in den TV-Formaten - mit wenigen Ausnahmen -  platzieren. Auch die TV-Vermarkter stehen in den Startlöchern. Doch je näher der Zeitpunkt der Legalisierung kommt, desto mehr kritische Stimmen hört man.

Neben den Verbänden OMW (Organisation Werbungstreibende im Markenverband) und ZAW (Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft) melden sich nun "Experten" von Media-Agenturen und bereits seit Jahren etablierte Playern sehr kritisch gegenüber dem Potential von Product Placement.

Christof Baron, Chef der Media-Agentur Mindshare äusserte auf den Medientagen in München mit dem Kommentar:  "Den Big Bang wird die Gesetzesänderung nicht bringen".

Matthias M. Alefeld, geschäftsführender Gesellschafter von MA Media rechnete das Potentail von Product Placement auf 30-50 Millionen Euro runter. Dazu muss man wissen, dass die MA Media ein stark positionierter Player am Product Placement Markt ist und nebenbei Top-Level-Domain Besitzer von Product Placement und Sonderwerbeformen. Der gesamte TV-Werbemarkt hatte übrigends laut Nielsen 2009 ein Volumen von 9,4 Milliarden Euro Brutto-Einnahmen.

Wieso dann diese große mediale Aufmerksamkeit um dieses Thema?

Haben die beteiligten Player (Sender, Produzenten, Vermarkter) doch Angst vor den möglichen Veränderungen? Vor dem Hinzukommen neuer Player? Vor Verschiebungen der bestehenden Machtverhältnisse? Vor der Reaktivierung alter Schleichwerbe-Skandäle in den Köpfen der Konsumenten und somit einer erneuten Erschütterung der Glaubwürdigkeit?

Neue Player werden Im Jahre 2010 definitiv in Erscheinung treten und den Markenartiklern die Vorteile dieser Werbeform - in Kombination mit den technischen Möglichkeiten - erneut präsentieren und versuchen, die bestehenden Marktstrukturen aufzuweichen und neu zu ordnen.

(www.kontakter.de)